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Mein boxerischer Werdegang und meine Boxkämpfe.


Der Boxsport hat mich schon immer angezogen und so trat ich am 01.Dezember 1965 in den Amateur Box Club ABC Neuwied ein.

Am 03.Januar 1967 wurde ich zur Bundeswehr eingezogen um meinen Wehrdienst abzuleisten.

Nun habe ich vor ein paar Tagen ein kleines Buch in meinen Unterlagen gefunden mit handschriftlichen Aufzeichnungen meiner Boxkämpfe, das mindestens 44 Jahre alt ist.

Dies meine persönlichen Aufzeichnungen möchte ich nun ungefiltert einmal hier publizieren.

Am 10.März 1967 nach der Grundausbildung bei der Bundeswehr wiege ich 79 kg. Das als junger Mann von 20 Jahren bei einer Körpergröße von 1,71 Metern.   Einige Trainings beim Boxclub hatte ich ja schon mitgemacht allerdings ernsthaft zu boxen, hatte ich mich damit noch nicht beschäftigt.


So begann ich dann am 31.März 1967 verschärft mit dem Boxtraining einfach weil ich abnehmen wollte.

Eines Tages machte ich dann Sparring mit dem besten Mann im Verein. Es war ein Mittelgewichtler und mehrfacher Rheinlandmeister.   Also so richtig zuschlagen einem anderen ins Gesicht so ohne jeglichen Grund, war damals gar nicht so einfach für mich.   Allerdings nachdem ich des öfteren von ihm was auf die "Birne" und Body bekam in Form von Schlägen schlug ich dann auch einmal zurück.    Da er mich offensichtlich unterschätzt hatte, hätte ich ihn fast KO geschlagen.   Das gefiel ihm aber überhaupt nicht und er wollte mich nun richtig "aufmischen".     Das erkannte der Trainer sofort und stoppte das Sparring. 

Aufgrund dieser Vorstellung wurde ich dann des öfteren gefragt ob ich denn nicht einmal einen richtigen Boxkampf machen wolle.   So sagte ich dann zu und hatte am 09.09.1967 meine ersten Boxkampf in Neuwied gegen einen Schmidt von Bad Niederbreisig.


Mein 1. Boxkampf am 09.09.1967.


In der ersten Runde boxe ich fast nur mit Links. Schmidt läuft sehr viel auf meine Linke auf. 2. Runde, nach einem einem rechten Haken von mir muß Schmidt auf die Bretter. Bei meinem nächsten Angriff wirft Schmidt´s Trainer das Handtuch.  Sieg in der 2. Runde durch Abbruch
Gewicht 73 kg. Danach läuft Schmidt's Trainer meinem Trainer hinterher und meckert fürchterlich. Es war abgemacht dass ich ein Anfänger sei und das wäre unfair gewesen gegenüber seinem Boxer.  Wie der Kohl schon im Ring gestanden hat, so steht doch kein Boxer bei seinem ersten Kampf. Erst als ihm mein Trainer meinen Kampfpass mit nun nur einem Kampf, nähmlich dem heutigen gegen seinen Schützling zeigt ist er dann beruhigt.

        
Mein 
2.Boxkampf.                                                                                                               
 

Am 23.09.1967 boxte ich dann im MIttelgewicht gegen einen Oster vom Boxring Westerwald in Montabauer.   Da gewinne ich gegen den ersten Rechtsausleger über 3 Runden nach Punkten.

Meine Kondition nachdem ich das Training nicht richtig besucht habe, nicht gut.  Gewicht:  73 kg.

Mein 3. Boxkampf am 07.10.1967.


Am 07.10.1967 boxe ich Darmstadt gegen einen sehr starken Gegner, Er heisst Kucharske vom TG Bessungen.   Wieder ein Rechtsausleger von 75 kg.    Auch er unterschätzt mich und in der 2. Runde platzt ihm die linke Augenbraue auf, nachdem ich ihn voll mit meiner Rechten erwischt habe.
  Dann dreht er öfters durch, schlägt nach bei den Trennkommandos.    Er wird vom Ringrichter nach meheren Verwarnungen disqualifiziert.   Gewicht: 72 kg.

Mein 4. Boxkampf am 03.03.1968 .


Nach 4 Monaten aussetzen und langem Manöver bei der Bundeswehr boxe ich in Andernach 14 Tage vor der Rheinlandmeisterschaft gegen einen Gegner aus Trier.   Gegner Born unterschätzt  mich ebenso und will direkt im Nahkampf mich "umnieten".    Nach starkem Schlagabtausch schlage ich ihm auf die kurze Rippe und er geht zu Boden.   Er steht wieder auf und kommt wieder und ich schlage nun auf sein ungedecktets Kinn und er geht KO .
  Gewicht:  71 kg.

Nun habe ich mich auch für die kommende Rheinlandmeisterschaft qualifiziert.


Mein 5. Boxkampf am 09.03.1968.


Nun boxe ich schon in der Vorrunde gegen den großen Favoriten Karl-HeinzSattler von Rot-Weis-Koblenz.  Sattler hat schon über 50 Boxkämpfe und war schon Jugend,- Junioren-Rheinlandmeister und ist nun der amtierende Rheinlandmeister im Halbmittelgewicht.   Selbst von meinem eigenen Club räumt man mir wenig Chancen ein den zu schlagen.

Ich solle gut achtgeben auf dem seine fürchterliche Linke mit der er schon viele Gegner ausgeknockt habe.  Also sage ich dann eines Tages, dann waren die Anderen die ich nun geschlagen habe alle Schrott oder wie soll ich das sehen!?    Darauf gab mir Keiner eine Antwort. 
Sattler ist gegen mich von Anfang an sehr siegessicher und ich überschätze ihn aufgrund der Vorgeschichten über ihn auch.   Ich wiege genau 71 kg, Grenze zwischen Halbmittel, und Mittelgewicht.
Erste Runde bin ich zu vorsichtig und gebe die Runde an Sattler ab.    Mein Sekundant meint: "Helmut nun gib Gas und dreh mal auf".  Da ich ja auch meinen Kopf nicht nur zum haareschneiden und biertrinken habe, denke ich mir der hat gut reden. Nun wartete ich immer noch auf seine so gefürchtete Linke.  Dadurch geht die zweite Runde knapp an Sattler. Dritte Runde, nun ist mir kar, es muss nun was passieren! Sattler greift voll an, ich bleibe stehen und kontere sehr stark!   Sattler wird schwer getroffen von mir, fliegt von einer Ecke in die Andere, aber zum KO reicht es nicht.  Sattler gewinnt nach Punkten, großes Pfeifkonzert und Randale in der Sporthalle.    Normaler Weise bei einem Clubkampf wäre für mich mindestens ein Unentschieden drin gewesen. Jedoch bei einer Meisterschaft zählt das KO System,- einer muß gewinnen. 
Aber von dem Sieg hatte Sattler wenig! 12 Tage Krankenhaus, etliche Tage noch zu Hause krank.   Er hatte sich an meinem Kopf seine Schlaghand, Daumen kaputt geschlagen und einen Zahn verloren und ein anderer Zahn war abgebrochen.     Später meinte er mal zu mir: "Ob ich einen Schädel aus Beton hätte.   Alle Anderen die er mit seiner Linken am Kopf getroffen habe, wären umgefallen".   "Tja sagte ich dann, dann bin ich wohl ein wenig anders wie die Anderen, als Maurer mit Stahlbetonkopf!".
Sattler hat danach noch ein paar bedeutungslose Kämpfe gemacht und mit dem Boxen ganz aufgehört!!  .
Auf der Rheinlandmeisterschaft, also dem Endkampf kann Sattler ja nun nicht boxen und so wird der Gaß vom BC Weißenthurm kampflos Rheinlandmeister.  Da kommt der Vorsitzende des Amateur-Boxerbverbandes Rheinland zu mir und meint: "Du Kohl Rheinlandmeister kannst du ja leider dieses Jahr nicht mehr werden. Würdest du aber trotzdem einen Einlagekampf gegen den Gaß machen?.
Du brauchst ja nicht voll zu zuschlagen....,"  "Ja das ist kein Problem ich bin fit und würde gerne boxen."
Als man Gaß davon in Kenntnis setzte war er gar nicht begeistert. Mein Bruder Alfred der gerade an der Kabine von Gass vorbei ging hörte ihn sagen: "Nein, nein habt ihr gesehen wie der den Sattler verprügelt hat, ich will zur Deutschen Meisterschaft, was ist wenn der Kohl mich voll trifft und ich KO gehe, dann ist die Deutsche Meisterschsft für mich gestorben, nein nicht mit mir."
So war ich dann nur Zuschauer bei dieser Meisterschaft 1968.

Mein 6.Kampf am 31.03.1968.


3 Wochen später am 31.03.1968 boxe ich in Buchholz Westerwald gegen Schmidt von meinem ersten Kampf.  Nun wiege ich genau 71 kg und halte das Gewicht auch ganz gut.   Im Kampf mache ich den Fehler und unterschätze den Schmidt weil ich ihn schon einmal geschlagen habe.    Es war schwerer wie vorgesehen, denn Schmidt kannte mich ja nun.     Außerdem ein Gegner der Angst hat ist nicht leicht zu boxen, unberechenbar und so handelte ich mir sogar ein "Veilchen" blaues Auge ein.   Dennoch Sieger durch Abbruch in der 2. Runde Kohl ABC Neuwied.

Mein 7.Kampf am 07.04.1968.


Dann kommt Manöver, ich fahre in einer Woche über 1.000 km mit dem Motorrad, als Kradmelder.

Kein Training, kaum Schlaf. Trainer Albert Heinrich läßt mich jedoch am 07.04.1968 in Wuppertal boxen.   In der 2. Runde gebe ich auf. Keine Kondition, keine Kraft, beinahe wäre ich KO gegangen. Gewicht  73,5 kg
 

Mein 8. Kampf am 06.06.1968.
 


Ein paar Wochen später am 08.06.1968 in Trier wieder gut in Form.   Nach einem linken Haken geht mein Gegner ein Franzose (Soldat) auf die Bretter. Sieger durch Abbruch in der ersten  Runde Kohl. 
.

Mein 9. Kampf am 13.07.1968.


Beim Clubkampf  Westerwald gegen ABC Neuwied am 13.07.1968 in Oberbiber gegen Reinlandmeister Gass. 3 Runden sind vorgesehen!   Plötzlich ist ein Kampf zu wenig da.   Darum soll ich 5 Runden a 2 Minuten boxen gegen Gass.    Mein Trainer ist einverstanden, ich vertraue Trainer Heinrich (falsch) 5 Runden gegen Gass.    Gass greift mich in der ersten Runde an.  Ich treffe ihn voll mit Rechts.    Gass geht auf den Boden und wird vom Gong gerettet.   Ich mache in den nächsten 4 Runden den Fehler, blind vor Wut greife ich Gass an, der sich auf dem Rückzug befindet. Ich setze keinen klaren Treffer mehr verliere den Kampf nach Punkten.  
  Gewicht: 70,5 kg.

Mein 10. Kampf am 03.08.1968.


Am 03.06.1968 in Altenkirchen, springe ich für Sattler ein bei einem Clubkampf für den Boxring Westerwald gegen Meiderich.  Habe die ganze Woche nicht trainiert, jedoch boxe ich noch Unentschieden gegen einen Gegner Schmidt vom BC Wesel. Kondition zwar gut aber ich an diesem Tag nicht allzu stark. Technich guter Kampf von mir. Kampfgewicht:  71,5 kg.

Mein 11. Kampf am 08.09.1968.


Einige Wochen später wieder Manöver bei der BW, jedoch eine Woche vorher gut trainiert So boxe ich am 08.09.1968 in Rheinhausen gegen einen guten Gegener Thome vom BC Kamp Lintfort. Thome ist Bezirksmeister und ein starker Gegner der beidhändig hart schlagen kann. Wir boxen Sonntagsmorgens in einem Bierzelt.  Thome ist zwar ein guter Mann, aber da ich sehr schnell bin, kostet das Kondition. Diese meine Kondition hat Thome aber nicht. So muß er nach harten Treffern von mir bereits in Runde 2 einmal zu Boden und wird angezählt. In Runde 3 habe ich ihn dann gleich 2 mal hintereinander auf die Bretter geschickt.    Darufhin brach der Ringrichter den Kampf ab.
Sieger durch Abbruch in der 3. Runde Kohl   Kampfgewicht: 70.5 kg.
Als ich später in Leverkusen im Verein war, war man sehr überrascht, dass ich diesen Thome so klar geschlagen hatte.
Heko.

Aufgrund all dieser guten Lesitungen war dann vorgesehen, dass ich für BC Andernach in Köln und in Nordfrankreich - Nancy boxen sollte. Köln war damals eine Hochburg des Boxens und das war schon etwas Besonderes dafür ausgewählt zu sein dort zu Boxen. Aber die "liebe" Bundeswehr machte mir da wieder einen dicken Strich durch meine Boxpläne.  So mußte ich wieder für einige Wochen ins Manöver.

Mein 12. Kampf am 29.08.1968.


Zwischendurch besuchte ich in einer Manöverpause eine Boxveranstaltung in Nickenich.  Ich saß als Zuschauer am Ring, als man 10 Minuten vor dem Kampf zu mir kam und mich fragte ob ich nicht boxen könne, da Sattler irgendwelche Probleme habe.  Wieder sehr großer Fehler von meinem Trainer mich ohne Vorbereitung in den Boxring zu stellen.   Als ich dann zugesagt hatte und auch schon die Handschuhe anhatte, kam Sattler zu mir und meinte, Kohl gib gut acht das ist ein harter Schläger ich kenne den.   Da war mir klar welches Problem Sattler hatte,- "Angst" sagt man dazu.

Ich ging völlig kalt in den Ring und war total steif, sodaß ich bald gegen diesen KO Schläger vom BC Brühl KO gegangen wäre schon in der ersten Runde.  Nun war ich ja kein blutiger Anfänger mehr und konnte mich geschickt gegen die Attaken des Müller wehren.   In der dritten Runde hatte ich mich gut auf ihn eingestellt und ihn auch mit einer harten Rechten am Boden. Er wurde wesentlich ruhiger doch der Punktvorsprung war für ihn allerdings zu hoch. So hieß der Sieger nach Punkten Müller und nicht Kohl.  Hätte ich noch eine Runde gehabt, wären bei ihm allerdings die "Lichter" ausgegangen.    Kampfgewicht: 72,0 kg.

Mein 13. Kampf am 06.12.1968.


Am 05. 11.1968 aus dem Manöver zurück gekommen und mit 75,0 kg in den "Urlaub" mit einem persönlichen Trainingsplan.   Am 29.11.1968 aus dem "Urlaub" zurück gekommen.   Dann eine Woche später ist in Engers eine Boxveranstaltung geplant.    Zur Einweihung der neuen Sporthalle ist an jedem Tag eine andere Sportveranstaltung geplant.    So am Freitag dem 06.12.1968 eine Boxveranstaltung der besten Boxer aus dem Rheinland gegen eine US Staffel vom Flugplatz Hahn.

Die Boxer sind überwiegend Militärpolizisten und bestens in Form.   Mein Gegner heisst Scotty kommt aus Philadelphia und war ein Jahr vorher 3. der amerikanischen Junioren Meisterschafften.   Ich habe sehr gute Form, ziemlich stark und gute Kondition, aber sehr langsam gegen den Farbigen Scotty.  Beim Vorstellen im Ring hüpft Scotty durch den Ring wie einst Muhamed Ali und sieht mich gar nicht an. Mit meinem ersten linken Geraden, treffe ich den Scotty erstaunlich gut.   Dann kommen aber von ihm Serien, über die ich dann doch sehr überrascht bin.   Scotty ist sehr schnell und beweglich wie ein Gummibaum.    Meine Chance liegt im Nahkampf und der Halbdistanz.   Das weiss auch Scotty! Zwei Runden sieht es nicht gut für mich aus. Außerdem beherrscht Scotty etliche Tricks, auch die Schmutzigen. So versucht er mehrfach mir mit dem Knie in meinen Oberschenkel kurz zu stoßen. Raffiniert, immer dann wenn der Ringrichter auf der anderen Seite steht und das nicht sehen kann. Mein Trainer ein Urbayer, erzählte mir mal, daß er einem Boxer der auch unfair im Kampf war in die Schulter gebissen hat. Daran erinnere ich mich dann auch in diesem Kampf gegen Scotty. Als der Ringrichter dann so steht, das er das nicht sehen kann, beiße ich Scotty voll in die Schulter. Damit hat er nicht gerechnet und er reißt die Augen auf, das man das Weise ganz gut sehen kann. Nun ist Scotty aber vorsichtiger geworden mit seinen kleinen Knieattacken.    Mein Sekundant Kurt Müller fragt mich in der Pause zur  3. Runde ob es noch gehe und ich okay sei.    Meine Antwort:" Na klar bin ich okay, jetzt geht es erst richtig los."   Es ist ungefähr die selbe Situation wie damals beim Rheinlandmeisterschaftskampf gegen Sattler.   2  Runden liege ich zurück und blute auch ganz schön aus der Nase.   Nun gibt es nur noch eines: Feuer!! Und so schieße ich aus "allen Rohren" wie damals bei Sattler. Damit hat Scotty natürlich nicht gerechnet. Die Zuschauer toben und feuern mich mit Helmuth, Helmuth an. So jage ich ihn von einer Ecke zur anderen bis er schließlich auf dem Boden liegt.    Ich stehe in der neutralen Ecke während der Ringrichter Scotty auszählt!   Die Zuschauer toben.   Scotty kann nicht mehr aufstehehen und kriecht auf allen Vieren in seine Ecke.    Dickes Lob von seinem Trainer der einige Jahre vorher Bronzemadailien Gewinner im Halbschwergewicht war bei den Olympischen Spielen in Rom.                    
Sieger durch KO in der Dritten Runde Kohl Rheinland.
Bei dieser Veranstaltung haben nur 2 Boxer aus der Rheinlandauswahl gewonnen. Mein Ex-Gegner Gass und meine Wenigkeit.
Diese Veranstaltung wäre fast geplatzt, denn die Amis hatten kleinere Hanschuhe sowie auch einen Kopfschutz aus Leder an. Es waren alles Militärpolizisten und die durften damals nicht ohne Kopfschutz boxen.
Als die deutschen Veranstalter das bemängelten, sagten die Amis nur: "Okay dann fahren wir wieder nach Hause und es gibt keine Baxveranstaltung!!"  

Heko.

Mein 14. Kampf am 18.01.1969.


Da ich nun nicht mehr bei der Bundeswehr bin und ich in Leverkusen bei Bayer auf Montage arbeite als Maurer im Säurebau, trainiere ich nun auch bei der Boxtsaffel Bayer 04 die Woche 2 mal, Montag und Donnerstags.

Am 18.01.1969 boxe ich bei einem Clubkampf in Bergneustadt einen Schläger Namens Gerschau.
Mein Gewicht ist exakt 70,5 kg, also Halbmittelgewicht. Gerschau ist fast 2 Gewichtsklassen höher wie ich jedenfalls über 75,0 kg. In der ersten Runde führe ich klar nach Punkten. Gerschau versucht zwar mich in der ersten Runde zu überrennen, jedoch ich kann mehere Male geschickt ausweichen und führe klar nach Punkten. In der zweiten Runde trifft mich dann Gerschau einmal voll und ich werde angezählt, war aber nicht zu Boden.  Bin auch wieder voll da und habe auch keine großen Probleme.
Nach einem weiteren Schlagabtausch ohne nennenswerten Treffern von Gerschau, wirft mein Trainer Albert  Heinrich einfach das Handtuch.   Seine Begründung: In 3 Wochen wären die Rheinlandmeisterschaften und er wolle kein Risiko eingehen, daß ich KO gehen würde.
Darufhin war ich sehr böse, denn ich hatte schon gemerkt, dass Gerlach Kontiditionprobleme hatte und in der dritten Runde hätte ich ihn alleine schon durch meinen Punktevorsprung sowie meine gute Kondition besiegt.  Daraufhin habe ich meinem Trainer vorgeworfen, warum er mich dann gegen einen Gegner Heute boxen ließ, der 2 Gewichtsklassen höher lag wie ich. So kann man doch keinen Boxer auf eine Meisterschaft vorbeiten,- mein Vorwurf!! 
So hatte ich das erste große Zerwürfnis mit meinem Trainer.
Heko. 

Mein 15. Kampf am 22.02.1969.

Am 22.02.1969 in Engers Vorrunde zur Rheinlandmeisterschaft. Gegner Nisius von Bad Neuenahr.
 
Das Training in Leverkusen macht sich gut bemerkbar. Wenn ich Freitags zum Training beim ABV Neuwied komme, fragen alle Clubfreunde mich immer wieder wie denn das so in Leverkusen sei.  Auch übe ich eine neue Schlagkombination aus die uns der Leverkusener Trainer Helmut Müller empfahl. Mit der linken Führhand die rechte Schlaghand des Gegners stören und versuchen zur Seite zu schlagen.  Davon hält mein Neuwieder Trainer dann überhaupt micht's. Als ich dann bei einem Sparring mit ihm, vor den ganzen Boxern diesen Schlagkombination anwende, schlage ich ihn kurz zu Boden und er ging fast KO. Da hat er dann doch schon etwas dumm aus der "Wäsche" geschaut. Dann fiel mir auch auf, dass er plötzlich sogar ein wenig neidisch auf mich war.  


2.Runde durch Abbruch gewonnen. Bin so gut wie gar nicht getroffen worden. Nisius hat sehr große Angst vor mir. Ich bin sehr schnell, Training von Leverkusen macht sich bemerkbar.
Sieger Kohl durch Abbruch in der 2. Runde.

 

Mein 16.Kampf am 08.03.1969.


3 Wochen später am 08.03.1969 Rheinlandmeisterschaft im Halbmittelgewicht.

1. von Neuwied völlig falsch eingestellt. 2. Überttrainiert. 3. 1 Woche vorher die Grippe gehabt.
Verloren gegen Gass nach Punkten. 1. Runde geführt, 2.+ 3. Runde nach Punkten verloren.
Keine Kondition!!
"Nur" Vizerheinlandmeister. Später durch Arzt festgestellt, hatte keine Grippe sondern eine schwere Blutkrankheit von der Arbeit im Säurebau als Maurer.   Gewicht 68,0 kg. Habe dann auch sofort meine Tätigkeit als Maurer im Säurebau eingestellt, Gesundheit ging mir vor das Geld!
Heko.

Mein 17. Kampf am 01.05.1969.

Nach längerer Pause wegen Krankheit boxe ich wieder in Altenkirchen gegen Kolbe vom BC Bad Kreuznach unentschieden!
    Werde von Volker Deutsch sekundiert und er meint in der Pause zur 3. Runde das hätte ich nach Punkten schon gewonnen und ich solle so weiterboxen ich hätte schon genug Punktevorsprung. Ich bin Konditinell sehr gut drauf, wogenen Kolbe schon fix und fertig ist.
In Runde 3 lege ich nicht mehr zu, obwohl Kolbe fertig ist!  Aufgrund von Volkers Rat meine ich, ich hätte nach Punkten gewonnen. Aber Kolbe wird von Gaß der mich ja gut kennt sekundiert und gut eingestellt. Kolbe rettet sich sozusagen über die 3. Runde und bekommt sogar noch zu seiner eigenen Verwunderung ein Unentschieden.
So geht es wenn man nicht das richtige Umfeld hat. Auf Punktsiege ist beim Boxen jedenfalls kein Verlass ist mir nun  auch klar. Mal wieder wegen falscher Betreuung unnötig einen Kampf unter meinem Niveau bestritten. 
Heko.

Mein 18. Kampf 20.06.1969.


Wir boxen gegen die selbe US Boxstaffel wie in Engers vom Flugplatz Hahn (Alles Militärpolizisten) jedoch dieses Mal in Andernach. Mein Ex Gegner Scotty ist nicht dabei, angeblich ist sein Vater gestorben und er ist nach Philadephia zu dessen Begräbnis. 3 Tage später treffe ich ihn in einer Disco in Koblenz......

Dieses Mal ist mein Trainer auch Ringrichter, mein Sekundant ist Volker Deutsch.
Wie erwartet habe ich einen sehr starken Gegner einen Schwarzen mit Namen Wittacker.   Er ist sehr muskelbepackt, was aber nicht immer viel zu bedeuten hat.   Er trifft mich in der 1. Runde bereits so hart, dass ich zu Boden muß .  Bin allerdings völlig klar und begreife direkt die Gefahr und Situation.
Gegner ist gewarnt vor mir noch aus dem Kampf gegen Scotty und ist auf KO aus.

Ich gehe direkt in den Nahkampf, weil das Kraft und Kontition kostet.
Kondition habe ich genug, ebenso Kraft. Nun merke ich im Nahkampf, daß der Gegner keine Kodition für 3 Runden hat. Ich will schnell über die erste Runde durch Nahkampf  hinwegkommen um in der zweiten Runde nur auf Schnelligkleit boxen, weil das ja Kondition verlangt die der Gegner ja nicht hat, um dann in Runde Drei voll aufzudrehen..
Trainer Heinrich als Ringrichter sagt ich solle aufhören, mit der Begründung am nächsten Tag in Dülken für Neuwied boxen zu müssen..
Zuschauer und auch ich sind darüber sehr böse..
Die Zusacher weil sie mich kennen, das ich was einstecken kann und sehr konditionsstark bin (Starke 3. Runde).  Ich, weil er mir die Schau gestohlen hat (meine Ansicht, mit Absicht) vor heimischen Publikum .

Danach trete ich sofort aus dem ABC Neuwied aus.
Dadurch Sperre im Rheinland für 2 Jahre. So werden talentierte junge Boxer aus dem "Rennen" genommen und verlieren die Motivation sich im Training zu quälen, Entbehrungen auf sich zu nehmen um dann von sogenannten Funktionären betrogen zu werden!
Heko.

Mein 19. Kampf im August 1969.


Dann gehe ich zum Box-Club Rot-Weis-Koblenz .  Die können mich aber auch nicht frei bekommen, dazu müßte ich umziehen in ein anderes Bundesland!  Bin nun 2,5 Monate im Verein und habe als einzigen Kampf in der Rheinland-Pflalz Auswahl zu boxen gegen Schleswig-Holstein. Dies aber nur, weil ich im Training den Metz aus Bitburg und den Kolbe aus Bad Kreuznach in Trainigskämpfen klar geschlagen und ausgeschaltet habe
.
Allerdings tun sich die Veranwortlichen mit meiner Nominierung etwas schwer und ich erhalte erst  2 Tage vorher Bescheid dass ich boxen soll im Halbmittelgewicht 71 Kg..
Dadurch trainiere ich noch 3 Kg in 24 Stunden ab und sehe durch das Abtrainieren nicht gerade gut aus.   Großer Protest von Schwester Elfriede und Bruder Fred.
Die Veranstaltung ist in der Rhein Mosel Halle in Koblenz. Zwar bin ich nicht mehr bei der Bundeswehr, aber mein ehemaliger Fahrleherer von der BW. ist auch an dem Abend da und  will sich das Boxen ansehen.
Mein Gegner heisst Brauer aus Kiel ist größer als ich und ziemlich dünn. Dies hat aber bei Boxern nichts zu sagen. Schließlich war er 1 Jahr vorher 3. bei den Deutschen Junioren Meisterschaften.
In der Zweiten Runde treffe ich ihn mit meiner Rechten und er geht zu Boden.
Merke dann aber dass ich aufgrund des Gewichtmachens nichts mehr zuzusetzten habe, kann also nicht voll aufdrehen.  So boxe ich dann normal weiter.  Da Gegner und dessen Ecke auch nicht schlafen (Erfahrung) boxt auch er nun vorsichtig und reserviert.
Urteil: Sieger nach Punkten Brauer für Schleswig Holstein.
Riesiger Protest vom Vorsitzenden des Amateur-Box-Verandes Rheinland Pfalz Hans Erben, das doch für mich wenigstens ein Unentschieden hätte drin sein müssen.
Aber der Protest änderte nichts am Urteil, Urteil ist Urtei!!.
Sieger Brauer aber ein netter sympathischer Sportler auch er wäre mit einem Unentschieden einverstanden gewesen.
Heko.

Nun beginnt meine Odysse im Bereich Boxing.

Da der Leverkusener Boxclub von Bayer 04 mich ja noch kennt, aus meiner Zeit als Säurebau Monteur und die vom meinem Zirkus da im Rheinland erfahren haben, fragen die mich ob ich zu ihnen in den Verein kommen wolle.   Ebenso bietet man mir einen Job als Betriebsmaurer bei Bayer Leverkusen an.
Zu der Zeit ist Leverkusen das Top in der deutschen Amateurboxszene auf einer Stufe mit Berlin.
Somit habe ich ja gleichzeitig einen Wohnungswechsel sowie auch Berufwechsel in ein anderes Bundesland.   Aufgrund dessen müßte ich ja meinen Kampfpass und Startgenehmigung sofort wieder erhalten.  In Leverkusen freunde ich mich dann mit dem späteren Deutschen Meister im Leichtgewicht Peter Heß aus Solingen an. Ein Supertechniker von dem ich sehr viel boxtechnisch lernen kann.
Außerdem auch mit dem Deutschen Junioren Meister im Halbwelter Peter Rumpf. Überhaupt finde ich das in Leverkusen ganz große Klasse, daß dort viele Top Sportler sind mit denen man zusammen trainiert und die ganz normal und richtige Kumpels sind.  So zum Beispiel der damalige mehrfache Deutsche Meister im Hammerwerfen Uwe Baier, oder der Zehnkämpfer Kurt Bendlin usw. Uwe Baier der Hammnerwerfer hatte sich immer mein Sprungseil ausgeliehen wenn ich im Training war.

4 Mal die Woche Boxtraining da ist man fit!  So halte ich locker unter 70 kg meine Gewicht.

Mein 20ter Kampf im Dezember 1969.

Da mein Kampfpass immer noch nicht da ist aus dem Rheinland, boxe ich aber trotzdem auf einer Boxverantaltung in Dülken für Bayer 04 ohne Kampfpass und gewinne den Kampf in der 3. Runde nach Punkten.  Der Gegner war kein Schlechter also kein Anfänger, wen man gegen Leverkusen in den Ring stellt kann jedenfalls kein "Fallobst" sein.  Den Namen weis ich jedoch nicht mehr.
Nun ist mein Kampfpass aus dem Rheinland immer noch nicht da und offiziell  boxen darf ich immer noch nicht, da ich keine Starterlaubnis ohne Kampfpass bekomme.  Der Manager von Bayer 04 Heinz Hoch entpuppt sich nun auch als großer Sprücheklopfer, denn sonst wäre der Pass schon lange in Leverkusen.   Immer nur Training und kein Kampf, da vergeht einem doch schon die Lust an intensivem Training.   Zu Bayer bin gegangen zum Boxen nicht nur zum trainieren. Dies mache ich auch dem Trainer Helmut Müller, einem Topboxtrainer mehrfach klar.  Aber in Leverkusen haben die damals in meiner Gewichtsklasse dem Halbmittelgewicht von 67kg bis 71 kg mindestens 10 Leute im Training. Wenn man da dann nicht schon eine Spitzensportler ist verschwindet man schnell in der Masse.   Außerdem ist der Verdienst auch nicht sooo doll und so kommt Eines ins Andere.
So verliere ich nun endgültig die Lust, kündige bei Bayer 04 und auch meinen Job als Betriebsmaurer bei den Bayer Werken und gehe zurück ins  Rheinland. Vom Boxen habe ich mich nun so ein bisschen distanziert.
Eines Tage sagt meine Schwester zu mir: "Rate mal wer Gestern bei uns zu Hause war und nach dir gefragt hat."  Das wußte ich natürlich nicht.  Es war mein ehemaliger Boxgegener Klaus Gass der jetzt als Trainer in seinem Verein in Weißenthurm tätig war.  Er habe gehört ich wäre bei Bayer weg und wollte mit dem Boxen ganz aufhören!  
Er besucht mich bietet mir bei seinem Verein das Training an, Dienstags und Freitags. Da ich nun am Boxen doch sehr hänge und außerdem auf Montage nur Freitags Zeit zum trainieren habe, entschließe ich mich einmal ins Training bei ihm zu gehen.
Er bietet mir an, wenn ich es wolle, so würde er mir meine Boxerlaubnis zurückholen. Da ich auf diese schon ziemlich lange warte, sage ich zu, muß mich aber nicht im Verein anmelden! Da sagte ich mir: "Die Anderen haben nur herumgelabert, mal sehen was er nun drauf hat."
Willi Sauerborn, mein väterlicher Freund und Trainer von Rot Weis Koblenz meint nur spöttisch: "Wie kann der Gaß denn den Kampfpass bekommen, der bildet sich ein wenn Herr Herr Gaß kommt dann geben die den Pass sofort heraus!" Weiter meint er dann zu mir ich müsse ja selbst wissen zu welchen Verein ich gehe. Ich lasse mich auf nichts ein sondern lasse Gass Handlungsfreiheit.

Nach nur 14 Tagen bekommt er tatsächlich meinen Kampfpass zurück und ich darf sofort wieder boxen.  Daraufhin melde ich mich sofort in seinem Verein dem BC Weißenthurm an.
Seitdem ist Trainer Willi Sauerborn ziehmlich sauer auf mich. c´est la vie!
Da ich nun auf Montage arbeite, kann ich in Weißenthurm nur Freitags trainieren. Samstags und Sonntags mache ich dann 10 km Waldläufe zu Hause am Fuße des Westerwaldes.
In Weißenthurm ist zur Zeit ein ehemaliger deutscher Meister und 3. bei den Europameisterschaften im Weltergewicht aus der Vorkriegszeit Herr Kurt Keßler.
Der Mann ist trotz seiner 50 Jahre noch in einer sehr guten Form.  Da er mich nicht kennt, fordert er mich eines Tages vor den Anderen zum Sparring (Trainingsboxkampf) auf. Er möchte den Anderen einige Boxsschläge an mir zeigen und dann auch erklären.   Allerdings merkt er dann nach nach einem kurzen Schlagabtausch mit mir, daß ich auch kein Anfänger mehr bin.  Plötzlich scheint er sein Alter zu vergessen und greift mich sehr beherzt und mit viel Cleverness und Routine ständig an.  Wie er später zu mir meinte, um mich mal zu testen wieviel ich kann. 
In der zweiten Runde, greift er mich an.   Ich stoppe ihn kurz mit einem linken Haken.  Nachdem er noch ausweichen will, rutscht er aus und kommt verkehrt mit dem Fuß auf.   Fällt dann hin und kann nicht mehr aufstehen und auch nicht mehr gehen.   Eine Woche später erfahre ich das sich Kurt Keßler nicht nur, wie zuerst angenommen den Fuß verstaucht hat, sondern das Fersenbein gebrochen hat.  Später meinte er dann einmal zu mir: "Du bist aber wirklich nicht schlecht."
Dann geht es zur Rheinlandmeisterschaft 1970 und ich bin im Halbmittelgewicht 71 kg gemeldet  und komme einen Tag vor den Vorrunden zur Meisterschaft von Montage aus Lünen in Westfalen zurück.   Die ganze Woche habe ich schon um 20.00 Uhr im Bett gelegen und keinen Alkohol getrunken.   Auf der Waage bringe ich 74 kg!! Das sind 3 kg. zuviel!
Freitagsnachmittags ziehe ich mich ganz warm an und laufe im Sayner Wald auf  meiner 10 km Strecke.  Danach habe ich 72,5 kg. Mit den gesamten Trainingssachen fahre ich nach Weißenthurm ins Training.  Nach hartem Training habe ich nackt genau 71 kg.  Dann fahre ich nach Hause und lege mich direkt schlafen bis Morgens um 10.00 Uhr.  Nach dem Aufstehen auf die Waage, und ich habe 70,5 kg.  Dann esse ich zu Mittag nur ein Steak und viel Salat.
Nun fahre ich dann am 07.03.1970 nach Badkreuznach zu den Vor,- und Zwischenrunden der Rheinlandmeisterschaften der Amatuerboxer.  Es ist ein KO System, wer die Vorrunde mittags gewinnt, muß dann Abends noch einmal boxen gegen den Gewinner aus der zweiten Paarung.
Also am 07.März 1970 bekomme für Nachmittags als Gegner Schmidt vom BC Niederbreisig.

Mein 21. Kampf am 07.03.1970.

Ihn habe ich schon 2 mal vorzeitig geschlagen. Mein Gewicht ist okay und so kann ich dann kämpfen.
1. Runde leichte Vorteile für mich. 2. Runde, ich bin  nicht auf KO. aus, beschleunige aber das Kampftempo automatisch, sodaß Schmidt ins "Schwimmen" gerät. Mitte der Runde treffe ich ihn mit einer kurzen Rechten und er muß schwer getroffen zu Boden. Daraufhin wird der Kampf zu meinen Gunsten abgebrochen und ich bin eine Runde weiter.

Mein 22ter Kampf am 07.03.1970.

Abends heißt mein Gegner Österreich vom Boxring Westerwald.
Österreich ist von Beruf Polizeibeamter und hat schon über 80 Boxkämpfe, also jedenfalls kein Anfänger! Ich kenne ihn weiter nicht, habe nur von ihm schon gehört und er soll ein guter Techniker sein.   Allerdings seine Technik hat bei mir wenig Wirkung, Heute ist Kondition und Power angesagt !!

Zufällig komme ich an der Kabine von Österreich vorbei und stelle fest, daß er von meinem ersten Boxtrainer vom ABC Neuwied Albert Heinrich sekundiert wird.
 

Dabei höre ich wie Heinrich ihm Instruktionen gibt wie er mich schlagen könne. Und dies folgender Maßen: "Du mußt bei dem Kohl achtgeben der hat viel Luft (Kondition) und  kann hauen, lass dich in keinem Fall auf Nahkampf mit dem ein."
 

Danach weiß ich ungefähr meine Marschrichtung .   In Runde 1 lege ich sofort ein gehöriges Tempo vor, so daß Österreich  keine andere Wahl bleibt als mitzuhalten.  Das ist ja auch genau mein Ziel.   Runde 1   Punktvorteile für mich.
In Runde 2 erneut sehr schnelles Kampftempo von mir, was sich auch bald beim Gegner bemerkbar macht.  Wenn er jetzt in Schwierigkeiten gerät, klammert er laufend.   Dafür wird er vom Ringrichter des Öfteren ermahnt